Projektförderung durch den Innovationsfonds

Das Projekt „Qualitätstransparenz in der Hüftendoprothetik durch Patient Reported Outcomes (QualiPRO)“ wurde vom Innovationsfonds im Themenfeld „Nachhaltige Qualitätsförderung“ zur Förderung angenommen. Projektleiter ist PD Dr. Martin Emmert (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg). Partner sind die AOK Niedersachsen, das Herzogin Elisabeth Hospital Braunschweig, die Hochschule Hannover und die Medizinische Hochschule Hannover (Annastift).

Ziel des Projektes ist es die bisher in der Qualitätssicherung zur Hüftendoprothetik fehlende Ergebnisqualität aus Patientenperspektive (Patient Reported Outcomes; PROs) zu erfassen und die Qualitätsbeurteilung von Kliniken dadurch besser nutzbar zu machen. QualiPRO untersucht deshalb (a) die Machbarkeit der sektorenübergreifenden Erhebung von PROs zur Qualitätsmessung von Kliniken sowie (b) die Akzeptanz eines um PROs erweiterten Qualitätsmodells für die Qualitätstransparenz und -sicherung.

Mit den Ergebnissen können verschiedene Verfahren der Qualitätssicherung um PROs ergänzt werden. Dies soll die Fokussierung der Leistungserbringer auf die für Patienten relevanten Versorgungsaspekte fördern. Patienten und Einweiser sollen dadurch zusätzliche geeignete Informationen für die Klinikwahl erhalten.

Die Informationen finden Sie ebenfalls hier.

Do German public reporting websites provide information that office-based physicians consider before referring patients to hospital? A four-step analysis

Der Aufsatz „Do German public reporting websites provide information that office-based physicians consider before referring patients to hospital? A four-step analysis“ wurde in der Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualitätsmanagement zur Veröffentlichung angenommen.

Niedergelassene Ärzte spielen in Deutschland eine wichtige Rolle bei der Krankenhauseinweisung. Die Ärzte legen ihrer Auswahl unterschiedliche Kriterien zugrunde, die in der Literatur bereits mehrfach untersucht wurden. In unserem Aufsatz werden diese Kriterien zusammengefasst und Krankenhausvergleichsportale daraufhin überprüft, inwieweit sie diese Kriterien abbilden.

Der Artikel kann hier bestellt werden. Der Abstract ist frei verfügbar.

Vorträge auf dem 16. Kongress für Versorgungsforschung in Berlin vom 04.-06. Oktober 2017

Die AG Public Reporting ist mit 3 Vorträgen auf dem DKVF 2017 vertreten. Am 4.10.2017 werden relevante Kriterien die niedergelassene Ärzte bei der Auswahl von Krankenhäusern zur Einweisung von Patienten verwenden und deren Verfügbarkeit auf Krankenhausvergleichsportalen präsentiert. Am 5.10.2017 stehen in der Zeit von 17.30 Uhr bis 19:00 Uhr die beiden Vorträge „Patientenerfahrungen nach einer Hüft-TEP auf einem Krankenhausvergleichsportal. Ergebnisse einer qualitativen Analyse“ und „Der Einfluss von Patientenerfahrungen auf die Krankenhauswahl – das Beispiel Hüft-TEP“ an. Wir freuen uns darauf Sie dort zu treffen.

Studierende forschen zu Public Reporting

Abschlusspräsentation von Studierendenprojekte im Sommersemester: Im Bachelorstudiengang Medizinisches Informationsmanagement wurden die Ergebnisse zweier Projekte zum Public Reporting beim  Hüftgelenkersatz vorgestellt. Ein Projekt mit Informatikschwerpunkt beschäftigte sich mit dem Aufbau einer Datenbank zur Selektion ausgewählter Qualitätsdaten von Krankenhäusern. Im zweiten Projekt nutzten Studierende qualiative Forschungsmethoden, um das Potenzial von Patientenerfahrungsberichten für das Qualitätsmanagement von Krankenhäusern zu erschließen.

Public Reporting für die Patientensicherheit?

Die AG Public Reporting veranstaltete im April 2016 eine Workshop auf der Jahrestagung des Aktionsbündnis Patientensicherheit in Berlin. Eine zentrale Frage war, welche Rolle die öffentliche Berichterstattung über Qualitätsergebnisse von medizinischen Leistungserbringern für die Patientensicherheit spielen kann. Der Workshop stellte das Potenzial von Arztbewertungsportalen dar, zu einer Verbesserung der medizinischen Versorgung beizutragen. Für Krankenhausbewertungsportale wurde diskutiert, dass eine geringe Übereinstimmung beim Ranking von Kliniken zur Verunsicherung der Patienten führen kann. Die Projektergebnisse zur Verständlichkeit von Patientensicherheitsindikatoren für Laien zeigten auch hier Potenzial für eine Verunsicherung auf. Als Praxisbeispiel wurde die Dimension Patientensicherheit des Portals Qualitätskliniken.de erläutert, welche auf Empfehlungen der WHO und des Aktionsbündnisses Patientensicherheit basiert.

Einführung: Public Reporting für die Patientensicherheit (Referenten: Prof. Dr. Uwe Sander, Dr. Christiane Patzelt, Dr. Fatemeh Taheri, Hochschule Hannover)
Der Einfluss von online Patientenbewertungen auf die Patientenversorgung (Referent: Prof. Dr. Martin Emmert, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)
Übereinstimmung der Bewertungsergebnisse von Krankenhäusern auf Krankenhausbewertungsportalen (Referentin: Juliane Hogk, Masterstudierende im Studiengang Medizinisches Informationsmanagement, Hochschule Hannover)
Verständlichkeit von Patientensicherheitsindikatoren: Das Beispiel der risikoadjustierten Mortalität (Referent: Benjamin Kolb, Hochschule Hannover
Verbesserung der Patientensicherheit durch Public Reporting im Portal Qualitätskliniken.de (Referent: Christian Lautner, 4QD -Qualitätskliniken.de GmbH

Studie zum Textverständnis von Qualitätsvergleichen

Eine Studie zum Textverständnis von Qualitätsvergleichen auf deutschen Public Reporting Portalen wurde in der Zeitschrift Das Gesundheitswesen veröffentlicht. Ziele der Studie waren a) geeignete Methoden zur Messung der Lesbarkeit und Verständlichkeit von Qualitätsvergleichen zu Krankenhausleistungen zu identifizieren, b) verlässliche Aussagen über die Laienverständlichkeit der Texte zu erlangen, c) Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen und d) Empfehlungen für gesundheitspolitische Maßnahmen abzuleiten. Eine Zusammenfassung der Methodik, Ergebnisse und Schlussfolgerungen finden Sie hier.