Beitrag im Deutschen Ärzteblatt

Unter dem Titel „Die Kritik der Ärzte“ erschienen im Dt. Ärzteblatt in der Ausgabe vom 14. April 2017 Ergebnisse der qualitativen Auswertung einer im September 2015 durchgeführten Umfrage. Benannt wird darin die Kritik von Ärzten an Arztbewertungsportalen. Befragt wurden 25 000 Ärzte per E-Mail im Bundesgebiet. 2 360 Ärzte haben die Umfrage komplett beantwortet. Die quantitativen Ergebnisse wurden im Journal of Medical Internet Research zur Veröffentlichung angenommen, sind dort jedoch noch nicht abrufbar.

Den Artikel im Dt. Ärzteblatt finden Sie hier.

Zu schwer verständlich um sinnvolle Qualitätsvergleiche anstellen zu können

In der neuen Ausgabe 01/2017 des „Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen“ (sQmh-Magazin) wird über unseren Fachartikel „Verständlichkeit der Texte von Qualitätsvergleichen zu Krankenhausleistungen“ (U. Sander, B. Kolb, C. Christoph, M. Emmert; Das Gesundheitswesen 2016; 78:828-234; DOI: 10.1055/s-0034-1396848) berichtet.

Fazit des sQmh-Magazins: Qualitätsberichte von Krankenhäusern sind zu schwer verständlich um sinnvolle Qualitätsvergleiche anstellen zu können. Hier gibt es Handlungsbedarf. Kommentar: Die obligatorischen Qualitätsberichte der Krankenhäuser sollen zu mehr Transparenz im Gesundheitswesen beitragen und den Patienten Entscheidungshilfen für die Auswahl von Gesundheitsdienstleistungen bieten. Wenn man diesen gesetzlichen Auftrag ernst nimmt, dann müssen die Qualitätsberichte frei zugänglich, inhaltlich korrekt, überprüfbar, allgemein verständlich und vergleichbar sein. Erst dann könnten wiederum Vergleichsportale sinnvolle Aussagen zur unterschiedlichen Qualität der medizinischen Leistung machen. Die hier untersuchten Texte erfüllten nur die wenigsten dieser Anforderungen.

Buchbeitrag „Public Reporting zu Krankenhäusern in den USA und in Großbritannien“

coverbildDer Beitrag berichtet über Initiativen zur Qualitätstransparenz in den USA und England. Die Autoren Martin Emmert, Nina Meszmer und Uwe Sander kommen zu dem Schluss: „Aufgrund der Integration zahlreicher und teils innovativer Informationsangebote und der Nutzerfreundlichkeit können Hospital Campare und NHS Choices als best practice Beispiel für den Krankenhausvergleich dienen.“ F. Darmann, J. Klauber, Qualitätsmonitor 2017, Medizinisch Wisssenschaftliche Verlagsgesellschaft.

Annahme eines Aufsatzes zur Publikation

Der von der AG Public Reporting erstellte Aufsatz „Public reporting of hospital quality shows inconsistent ranking results“ wurde zur Publikation in der Zeitschrift Health Policy angenommen. Der Abstract kann hier eingesehen werden. Die Hauptergebnisse wurden auch auf dem 15. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung präsentiert (siehe Kommentar von Uwe Sander vom 4. November 2016).

Können Arztbewertungsportale einen Beitrag zu einer verbessern Gesundheitsversorgung leisten?

Im Journal of Medical Internet Research wurden die Ergebnisse einer Befragung mit 2360 niedergelassenen Ärzten und sonstigen Leistungserbringern im ambulanten Versorgungssektor veröffentlicht. In der Studie wurde der Umgang von Ärzten mit auf Arztbewertungsportalen abgegebenen online Bewertungen untersucht; d.h. lesen Ärzte diese, nutzen Ärzte diese um ihre eigene Qualität zu verbessern? Die Studie kann hier eingesehen werden.

Studie zum Textverständnis von Qualitätsvergleichen

Eine Studie zum Textverständnis von Qualitätsvergleichen auf deutschen Public Reporting Portalen wurde in der Zeitschrift Das Gesundheitswesen veröffentlicht. Ziele der Studie waren a) geeignete Methoden zur Messung der Lesbarkeit und Verständlichkeit von Qualitätsvergleichen zu Krankenhausleistungen zu identifizieren, b) verlässliche Aussagen über die Laienverständlichkeit der Texte zu erlangen, c) Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen und d) Empfehlungen für gesundheitspolitische Maßnahmen abzuleiten. Eine Zusammenfassung der Methodik, Ergebnisse und Schlussfolgerungen finden Sie hier.

Welches Design ist das beste?

Eine Designanalyse und Online-Befragung von Nutzern zur Verständlichkeit von Informationen auf Krankenhausvergleichsportalen wurde im Journal of Medical Internet Research publiziert. Am Beispiel der risikoadjustierten Mortalitätsrate für Herzkatheter wurden 10 deutschen Krankenhausvergleichsportale analysiert. Forschungsfragen waren: Welche Formen der Informationspräsentation werden verwendet? Welche führen zu einem besseren Verständnis? Einen Überblick zu dieser Publikation finden Sie hier.