Aktuelles Drittmittelprojekt

Am 1. Oktober 2017 startete an der Hochschule Hannover das von der Deutschen Arthrose-Hilfe e.V. für ein Jahr geförderte Projekt „Metaanalyse zu patientenspezifischen Risikofaktoren bei der Versorgung von Patienten mit Hüft-Endoprothesen“.  Kooperationspartner sind das IGES Institut in Berlin (Dr. Holger Gothe) und die Orthopädische Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover im Annastift (Prof. Dr. Gabriela von Lewinski).

Vorträge auf dem 16. Kongress für Versorgungsforschung in Berlin vom 04.-06. Oktober 2017

Die AG Public Reporting ist mit 3 Vorträgen auf dem DKVF 2017 vertreten. Am 4.10.2017 werden relevante Kriterien die niedergelassene Ärzte bei der Auswahl von Krankenhäusern zur Einweisung von Patienten verwenden und deren Verfügbarkeit auf Krankenhausvergleichsportalen präsentiert. Am 5.10.2017 stehen in der Zeit von 17.30 Uhr bis 19:00 Uhr die beiden Vorträge „Patientenerfahrungen nach einer Hüft-TEP auf einem Krankenhausvergleichsportal. Ergebnisse einer qualitativen Analyse“ und „Der Einfluss von Patientenerfahrungen auf die Krankenhauswahl – das Beispiel Hüft-TEP“ an. Wir freuen uns darauf Sie dort zu treffen.

Studierendenprojekt zur Reha nach Hüft-TEP

Im Sommersemester 2017 beschäftigte sich eine Projektgruppe des Bachelorstudiengangs Medizinisches Informationsmanagement mit Erfahrungsberichten von Hüft-TEP-RehabilitandInnen nach einer stationären orthopädischen Rehabilitation. Eine Stichprobe von auf einem Klinikvergleichsportal veröffentlichten Berichten wurde inhaltsanalytisch ausgewertet. Zentrale Forschungsfrage war, inwieweit Informationen und Themen enthalten sind, welche in Patient Reported Outcome Instrumenten abgefragt werden. Die Projektergebnisse wurden zu Semesterende in der Hochschule präsentiert.

Beitrag im Deutschen Ärzteblatt

Unter dem Titel „Die Kritik der Ärzte“ erschienen im Dt. Ärzteblatt in der Ausgabe vom 14. April 2017 Ergebnisse der qualitativen Auswertung einer im September 2015 durchgeführten Umfrage. Benannt wird darin die Kritik von Ärzten an Arztbewertungsportalen. Befragt wurden 25 000 Ärzte per E-Mail im Bundesgebiet. 2 360 Ärzte haben die Umfrage komplett beantwortet. Die quantitativen Ergebnisse wurden im Journal of Medical Internet Research zur Veröffentlichung angenommen, sind dort jedoch noch nicht abrufbar.

Den Artikel im Dt. Ärzteblatt finden Sie hier.

APS-Tagung 2017

Aktuelle Forschungsergebnisse wurden auf der Jahrestagung des Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS) am 4. und 5. Mai 2017 in Berlin präsentiert. Die diesjährige Tagung stand unter dem Rahmenthema „Darüber müssen wir reden – Patientensicherheit und Kommunikation“. Der Forschungsverbund war mit zwei Beiträgen vertreten.

Die Ergebnisse einer qualitativen Analyse von 180 Patienten-Erfahrungsberichten nach einem Hüft-TEP-Krankenhausaufenthalt wurden unter dem Schwerpunktthema Patientensicherheit und Kommunikation mit neuen Medien und innovativen Kommunikationskanälen (digital health 2.0) eingereicht und in der Qualitätsarena am 4. Mai 2017 als Poster präsentiert:
Christiane Patzelt, Maximilian Zubke, Martin Emmert, Uwe Sander:
„Ich war auf der 3d und alles war sauber und hilfsbereit“ – Ergebnisse
einer qualitativen Analyse von Erfahrungsberichten auf einem Krankenhausvergleichsportal
.

Im Workshop 7 stellte Martin Emmert in einem Vortrag erste Ergebnisse einer onlinebasierten Patientenbefragung zur Einbindung von Krankenhaus Report Cards in den Auswahlprozess, zum Einfluss auf die Krankenhauswahl und zur Bedeutung und Verständlichkeit von Krankenhausinformationen vor. Die derzeit noch laufende Studie wird in Kooperation mit der Weissen Liste durchgeführt.

Studierende stellen Projektergebnisse zur GQMG-Tagung in Berlin vor

Nach erfolgreicher Vortragsannahme zur Jahrestagung der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e.V. (GQMG) reiste eine Projektgruppe des Masterstudiengangs Medizinisches Informationsmanagement der Hochschule Hannover am vergangenen Samstag nach Berlin, um ihre Projektergebnisse vorzustellen.

Welche Patientenerfahrungen haben Einfluss auf eine Krankenhausentscheidung zur Hüft-TEP?
Marina Erschowa, Liliane Christelle Cheala Fongang, Johanna Fiebeck, Regina Meier, Anja Franziska Schmidt, Tanja Zeppernick, Pauline Ziebert, Amelie-Tabea Zoch

Im Workshop Best Practice in Quality and Safety trafen die Forschungsergebnisse einer Online-Befragung von Arthrosepatienten auf reges Interesse bei den Tagungsteilnehmern. Die Ergebnisse wurden von Marina Erschowa und Anja Franziska Schmidt stellvertretend für die Projektgruppe vorgestellt. Die Tagung fand im Gebäude des Gemeinsamen Bundesausschusses statt.

Zu schwer verständlich um sinnvolle Qualitätsvergleiche anstellen zu können

In der neuen Ausgabe 01/2017 des „Magazin der Schweizerischen Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen“ (sQmh-Magazin) wird über unseren Fachartikel „Verständlichkeit der Texte von Qualitätsvergleichen zu Krankenhausleistungen“ (U. Sander, B. Kolb, C. Christoph, M. Emmert; Das Gesundheitswesen 2016; 78:828-234; DOI: 10.1055/s-0034-1396848) berichtet.

Fazit des sQmh-Magazins: Qualitätsberichte von Krankenhäusern sind zu schwer verständlich um sinnvolle Qualitätsvergleiche anstellen zu können. Hier gibt es Handlungsbedarf. Kommentar: Die obligatorischen Qualitätsberichte der Krankenhäuser sollen zu mehr Transparenz im Gesundheitswesen beitragen und den Patienten Entscheidungshilfen für die Auswahl von Gesundheitsdienstleistungen bieten. Wenn man diesen gesetzlichen Auftrag ernst nimmt, dann müssen die Qualitätsberichte frei zugänglich, inhaltlich korrekt, überprüfbar, allgemein verständlich und vergleichbar sein. Erst dann könnten wiederum Vergleichsportale sinnvolle Aussagen zur unterschiedlichen Qualität der medizinischen Leistung machen. Die hier untersuchten Texte erfüllten nur die wenigsten dieser Anforderungen.

SPOTLIGHT Gesundheit – Arztbewertungen

Im Zusammenarbeit mit der Berstelsmann Stiftung hat die AG Public Reporting den SPOTLIGHT Gesundheit – Arztbewertungen: Patientenerfahrungen sind für Public Reporting im ambulanten Sektor zentral erstellt. Dieser befasst sich mit der Rolle von Arztbewertungen im ambulanten Sektor und zeigt den Bedarf für weitere Qualitätsinformationen auf.

Der SPOTLIGHT Gesundheit kann hier heruntergeladen werden.

Projektvorstellung in der Hochschule Hannover

Studierende im Masterstudiengang Medizinisches Informationsmanagement stellen ihre Projektergebnisse vor. Im Wintersemester beschäftigten sich acht Studentinnen mit der Frage, welche Patientenerfahrungen Einfluss haben auf eine Krankenhausentscheidung zur Hüft-TEP. Die Ergebnisse einer qualitativen Inhaltsanalyse von Erfahrungsberichten (Projekt im vorherigen Semester) wurden in einer Online-Befragung 477 Arthrosepatienten vorgelegt. Eine Vortragsanmeldung für einen wissenschaftlichen Kongress ist geplant.